Ein Rettungsplan fürs Klima

Das Klimaabkommen von Paris will die weltweite Erwärmung auf unter 2° Celsius begrenzen. Damit die Schweiz ihren Beitrag leisten kann, braucht sie eine ambitioniertere Klimapolitik. Doch welche? Der Klima-Masterplan hat die Antwort.

Jahrelang haben die Staaten darüber verhandelt, wie es nach dem Kyoto-Protokoll mit dem Klimaschutz weitergehen soll. Letzten Dezember gelang in Paris endlich der ersehnte Durchbruch. Das dort beschlossene Abkommen kann als Fortschritt bezeichnet werden: Mit dem Ziel, die Erwärmung deutlich unter 2° Celsius zu stabilisieren und die Treibhausgasemissionen auf Netto-Null zu senken, ist die Ansage an alle Länder klar. Bei künftig zehn Milliarden Erdenbürgern bleibt pro Menschenleben ein CO2-Budget von rund 70 Tonnen. Lässt sich ein Schweizer, eine Schweizerin allein die im Inland ausgestossenen CO2-Emissionen von rund 5 Tonnen pro Jahr anrechnen, ist sein Budget in 14 Jahren restlos aufgebraucht.

So kann es also nicht weitergehen. Die Schweiz ist in Paris als Vorreiterin in Sachen Klimaschutz aufgetreten. Entsprechend muss jetzt auch die inländische Klimapolitik angepasst werden. Die Schweiz muss ihre Treibhausgasemissionen jährlich um 3 bis 4 Prozent reduzieren. Damit wir auf den Paris-Kurs einschwenken, sind diese Emissionsminderungen überall nötig, wo Schweizer Unternehmen, der Staat oder Private bei klimarelevanten Entscheiden beteiligt sind. Auch dies ist nur dann ausreichend, wenn alle Länder analog handeln und weder Schwellen- noch Entwicklungsländer Sonderkonditionen erhalten. Bisher sinken die Schweizer Treibhausgasemissionen noch nicht schnell genug. Die Emissionen des Verkehrs sind sogar von 1990 bis 2013 um 10,4 Prozent gestiegen.

Der Masterplan der Klima-Allianz zeigt, wie die Treibhausgasemissionen der Schweiz bis Mitte des Jahrhunderts in Richtung Null-Emission reduziert werden können.

Klima-Masterplan